Informationen zu den geförderten Projekten.

Im April 2020 hat die Universität Zürich (UZH) einen Pandemiefonds geschaffen und eine Spendenkampagne lanciert. Der Fonds dient der Unterstützung wichtiger und dringlicher Forschungsprojekte zur Überwindung der Coronakrise. In den vergangenen Wochen haben über 600 Personen, Unternehmen und Stiftungen Geld an den Pandemiefonds gespendet. Nun haben wir unser Etappenziel von 500'000 Franken erreicht und möchten uns dafür bei Ihnen ganz herzlich bedanken! Um weiterhin die dringendsten Projekte vorantreiben zu können sind zusätzlich rund 4 Mio. Franken nötig.

In der Zwischenzeit hat der Schweizerische Nationalfonds weitere Mittel für die COVID-19-Forschung gesprochen. Nach wie vor können durch diese Mittel jedoch die Kosten der Corona-Forschungsprojekte an der UZH nicht gedeckt werden, auch wenn viele unserer Forschenden mit höchster Flexibilität und Agilität auf die neue Situation reagiert und umgehend eigene Mittel in die Corona-Forschung umgewidmet haben. Hier geht es aber um zusätzliche Leistung, die auch zusätzliche Mittel erfordert.

Damit Sie sich von den geförderten Projekten ein Bild machen können, lassen wir in den untenstehenden Videos unsere Forschenden gleich selbst zu Wort kommen.

Aufruf von Prof. Dr. Milo Puhan, Direktor Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention Universität Zürich (Mai 2020)

Der Fokus des Forschungsprojekts von Prof. Dr. Milo Puhan liegt auf einer schweizweiten Erhebung der Daten zu Antikörpern bei allen Altersgruppen. Die Zahlen können zwischen 12 Universitäten in der Schweiz verglichen werden und es gibt verlässliche und tagesaktuelle Aussagen über die Ausbreitung des Virus. Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik erhalten eine fundierte Grundlage für geeignete Massnahmen im Umgang mit der Pandemie.

Finanzierungsbedarf bis Ende 2020
: 1'800'000 CHF

Aktueller Projektstand
(12.5.2020):
Puhan: «Ab 18. Mai werden wir in zwei Phasen 1'600 Personen der Bevölkerung und je 200 Spitex- und Altersheimmitarbeitende epidemiologisch auf Antikörper untersuchen. Zusätzlich haben wir nun noch mit der Bildungsdirektion ein sehr grosses Projekt gestartet, in dem wir rund 50 Schulen mit je drei Klassen (total rund 3'000 Schüler und ihre Lehrer) untersuchen werden in 3 Phasen bis Weihnachten.»

 

Aufruf von Prof. Dr. Alexandra Trkola, Leiterin Institut für Medizinische Virologie Universität Zürich (Mai 2020)

Das Team um Prof. Dr. Alexandra Trkola untersucht mehrere Fragestellungen. Grundsätzlich geht es darum, herauszufinden, warum die Menschen auf das neue Coronavirus so unterschiedlich reagieren und wie lange die Antikörper gegen eine weitere Infektion mit dem Virus schützen. Die Antikörperantwort von Infizierten soll dabei mögliche Antworten liefern, die die Entwicklung von Impfstoffen, therapeutischen Antikörpern und Plasmatherapien unterstützen können. Dadurch entstehen auch wertvolle Werkzeuge, die für die Erforschung und Überwachung anderer Erkrankungen genutzt werden können.

Finanzierungsbedarf bis Ende 2020: 950’000 CHF

Aktueller Projektstand (12.5.2020):
Trkola: «Unser Projekt hat in den letzten Wochen grosse Fortschritte gemacht. Wir haben einen eigenen Serologietest aufgebaut und evaluiert. Der Test zeigt höhere Sensitivität als kommerzielle Tests und erlaubt eine umfassende Differenzierung der SARS-CoV-2 Serokonversion. Gleichzeitig haben wir die Zusammenarbeit mit den Epidemiologen Prof. Milo Puhan und Prof. Jan Fehr intensiviert. Wir werden das Basic Screening ihrer Kohorten vornehmen und bekommen die Proben gleichzeitig auch zur Verfügung gestellt für unsere eigenen Forschungsfragen. Dadurch können wir Synergieeffekte nutzen, eine grössere Anzahl an Probanden untersuchen und aus den gleichen Proben maximale Erkenntnisse gewinnen.»

 

Aufruf von Prof. Dr. Onur Boyman, Direktor Klinik für Immunologie UZH/USZ (Mai 2020)

Im Forschungsprojekt von Prof. Dr. Onur Boyman geht es einerseits darum, mittels Bluttest bei COVID-19 Patienten alle wichtigen Teile des Immunsystems zu untersuchen, damit diese Patienten wirksame Medikamente erhalten können. Andererseits liefern diese Tests wichtige Grundlagen, um Personen mit einem hohen Risiko eines schweren Verlaufs möglichst früh zu identifizieren. Dadurch können diese diese vor einer möglichen Ansteckung die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen treffen oder verstärken. Das Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit den folgenden Institutionen durchgeführt: Universität Zürich, Universitätsspital, Spital Triemli, Limmattal Spital, Spital Uster und Kantonsspital Winterthur.

Finanzierungsbedarf bis Ende 2020: 1'600’000 CHF

Aktueller Projektstand (14.5.2020):
Boyman: «Wir haben ein Multizenter-Netzwerk (inkl. Ethikbewilligung, Patientenaufklärung und Koordination) im Kanton Zürich aufgebaut, zu dem das UniversitätsSpital Zürich, Stadtspital Triemli, Spital Limmattal, Spital Uster und Kantonsspital Winterthur gehören. Dank diesem Netzwerk haben wir jetzt schon bereits knapp die Hälfte der benötigten Patientinnen und Patienten (d.h. 150 Patienten) für unsere Untersuchungen rekrutieren können. Von diesen haben wir Serum, sämtliche Blutzellen, RNA, DNA sowie detaillierte klinische Angaben ("electronic health record") zur Analyse erhalten. Daraus erwarten wir, dass wir Erkenntnisse über die Vorhersage des COVID-19-Schweregrads und der Immunität gegen das SARS-Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) gewinnen werden, welche für die Diagnose, Behandlung und Prävention (z.B. mittels Impfung) von COVID-19 sehr wichtig sein werden. Jetzt bereits haben wir bezüglich Anti-SARS-CoV-2-spezifischen Immunglobulin (Ig) IgA und IgG Antikörperantworten sehr interessante Resultate erhalten, die wir nun in Form eines Manuskripts publizieren werden.


Jetzt online spenden
Via Bankverbindung spenden

Spenden können auch direkt auf das Bankkonto der UZH Foundation überwiesen werden.
 
Bitte vermerken Sie bei der Überweisung Ihren Namen, Ihre Adresse und den Vermerk «Pandemiefonds». So können wir Ihnen eine Spendenbestätigung ausstellen.

UZH Foundation
Zürcher Kantonalbank, 8010 Zürich
IBAN: CH7900700114803409410
BIC (Swift): ZKBKCHZZ80A
Kontonummer: 1148-3409.410
Clearing-Nr.: 700
Postkonto der ZKB: 80-151-4

Einzahlungsschein herunterladen (PDF)

Kontaktanfrage an Dr. Martin Gubser bei geplanten höheren Beträgen



X