Am 10. Oktober 2019 fand am Gottlieb-Duttweiler-Institut (GDI) in Rüschlikon die Verleihung des «NOMIS Distuinguished Scientist Award» statt. Neben Janet Currie und Antonio Rangel durfte UZH-Forscher Adriano Aguzzi einen Award für seine Forschungsansätze zur Ergründung neurodegenerativer Prozesse, die zu Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson führen können, entgegennehmen.

Als Professor für Neuropathologie an der Universität Zürich (UZH) liegt der Fokus von Prof. Dr. Adriano Aguzzi (58) auf der Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson oder Creutzfeldt-Jakob. Trotz intensiver Forschung und beeindruckender Fortschritte sind die häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen nach wie vor nicht behandelbar. Mit innovativen Forschungsansätzen und -methoden, die Aguzzi in den letzten Jahren mit seinem Team erfunden und verfeinert hat, will er die grundlegenden Mechanismen neurodegenerativer Prozesse weiter ergründen, um herauszufinden, wie körpereigene biologische Abläufe zu Hirnschädigungen führen können. Dies soll den Weg ebnen zu einem besseren Verständnis über Themen, die aufgrund demographischer Entwicklungen weiter an Relevanz gewinnen werden. Aguzzi erhält für seine Ideen und innovativen Ansätze den NOMIS Distinguished Scientist Award 2019 (Im Februar dieses Jahres wurde darüber berichtet).

Aguzzi Award Teaser klein 300 200 small Bild: Adriano Aguzzi (Mitte) nimmt anlässlich der Award-Verleihung den Preis von Markus Reinhard, Managing Director der NOMIS Foundation (rechts) und Tony Wyss-Coray, NOMIS Distinguished Scientist Awardee 2017, entgegen.

In Zusammenarbeit mit der UZH Foundation wurden die durch die NOMIS Foundation zur Verfügung gestellten Mittel bei der UZH für die geplanten Forschungsarbeiten von Herrn Aguzzi bereitgestellt. Mit den erhaltenen Mitteln wollen Aguzzi und sein Team ein innovatives Projekt umsetzen das zum Ziel hat, 3-D-Atlanten von pathologischen Gehirnveränderungen zu erstellen, die sowohl beim normalen Alterungsprozess als auch bei degenerativen Hirnerkrankungen eingesetzt werden können. Damit sollen diejenigen Zellen identifiziert werden können, die die Abbauprozesse im Gehirn vorantreiben. Im Bereich der Hirnforschung wäre eine solche Entdeckung bahnbrechend.

Die UZH Foundation wünscht Adriano Aguzzi und seinem Team für die weiteren Forschungsarbeiten viel Erfolg, damit die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die Wissenschaft und für die Gesellschaft nutzbar gemacht werden können.

Weitere Links:
Portrait Adriano Aguzzi (Englisch)
Bericht NOMIS Foundation (Englisch)
UZH-Medienmitteilung vom 11.02.2019

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