24.08.2018 – Hoher Besuch an der UZH: Thomas Zurbuchen, Forschungschef der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA, machte sich ein Bild der aktuellen Luft- und Raumfahrtprojekte des UZH Space Hub. Dieser arbeitet schon heute mit der NASA und weiteren Partnern zusammen.


NASA-Forschungsdirektor Thomas Zurbuchen an seinem Vortrag an der Universität Zürich. (©Fabio Schönholzer)

Mit einer Kombination aus Flugfeld und Labor bringt der UZH Space Hub am Flugplatz Düben­dorf Forschung in die Luft. Eingebunden in den Innovationspark Zürich arbeitet er mit nationalen und internationalen Partnern aus Forschung, Industrie sowie mit der Schweizer Luftwaffe zusammen und bündelt Luft- und Raumfahrtaktivitäten an einem Standort. Seit der Lancierung Anfang dieses Jahres wurden bereits diverse verschiedene Forschungsprojekte initiiert. «Wir haben den Nukleus geschaffen. Nun wollen wir länger­fristig zum Schweizer Hotspot für Raumfahrtforschung und -entwicklung werden», sagt Oliver Ullrich, der Leiter des UZH Space Hub.

Mit einer Kombination aus Flugfeld und Labor bringt der UZH Space Hub am Flugplatz Düben­dorf Forschung in die Luft. Eingebunden in den Innovationspark Zürich arbeitet er mit nationalen und internationalen Partnern aus Forschung, Industrie sowie mit der Schweizer Luftwaffe zusammen und bündelt Luft- und Raumfahrtaktivitäten an einem Standort. Seit der Lancierung Anfang dieses Jahres wurden bereits diverse verschiedene Forschungsprojekte initiiert. «Wir haben den Nukleus geschaffen. Nun wollen wir länger­fristig zum Schweizer Hotspot für Raumfahrtforschung und -entwicklung werden», sagt Oliver Ullrich, der Leiter des UZH Space Hub.

Ranghoher Besuch aus den USA

Das Streben der UZH nach dem All blieb nicht unbemerkt: Letzten Mittwoch besuchte Thomas Zurbuchen, Forschungschef der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA, die UZH. Zurbuchen ist in Heiligenschwendi oberhalb des Thurnersees aufgewachsen und ist der erste Schweizer Wissenschaftsdirektor der NASA. Er ist für über 8000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verantwortlich und verfügt über ein Forschungsbudget von rund sechs Milliarden US-Dollar.

Zurbuchen koordiniert die mittel- und längerfristige Strategie des Wissenschaftsprogramms. Auch wenn die Forschung nach den Geheimnissen des Universums möglicherweise keinen unmittelbaren Einfluss auf unseren Alltag habe, sei sie dennoch zentral, erklärt er: «Wir erforschen unsere Herkunft und damit auch uns selbst.»

Mit der NASA kompatible Forschungsbereiche

Natürlich kann sich der UZH Space Hub nicht direkt mit der NASA vergleichen, doch die Schwerpunkte des noch jungen Kompetenzzentrums liegen mit Erdbeobachtung, Space Life Sciences, Astrophysik und Luftfahrt in ähnlichen Forschungsbereichen. Der Besuch von Zurbuchen war darum auch eine Gelegenheit, aktuelle Forschungsprojekte zu präsentieren.

Zu diesen gehören etwa vielfältige Projekte aus der Erdbeobachtung unter der Leitung von Michael Schaepman, Professor für Fernerkundung und Prorektor der UZH. Dank speziellen Sensoren auf Flugzeugen und Drohnen blickt seine Forschungsgruppe auf die Erde und kann dadurch beispielsweise Aussagen über Artenvielfalt eines Waldes oder die chemische Zusammensetzung von Pflanzen machen. Eine langfristige und globale Dokumentation der Biodiversität ist dabei ein entscheidendes Werkzeug für politische Entscheidungsträger, um das Ökosystem unseres Planeten zu schützen.

Der Forschungsschwerpunkt von Oliver Ullrich liegt auf den sogenannten Space Life Sciences. Mit seinem Team erforscht er die Auswirkungen der Schwerkraft und Schwerelosigkeit auf die Funktion von menschlichen Zellen. Dies soll nicht nur zu einem besseren Gesundheitszustand von Astronautinnen und Astronauten im Weltraum beitragen, sondern auch wichtige Erkenntnisse zur Erhaltung der menschlichen Gesundheit im Alter liefern.

Im Bereich der Astrophysik forscht der UZH Space Hub an den diversen Rätseln des Universums. Beispielsweise wirkt UZH-Astrophysikerin Ravit Helled an der NASA Juno Mission mit, welche die Ursprünge und die Evolution des Gasriesen Jupiter ergründen soll, und Astrophysiker Romain Teyssier erforscht als Mitglied in der ESA Weltraummission Euclid nach Aspekten der sich beschleunigenden Expansion des Universums.

Potenzial ausschöpfen

NASA-Forschungsdirektor Thomas Zurbuchen äusserte sich begeistert über die Forschung der UZH und die hoch gesteckten Ziele. Aus dem Besuch wird sich eine weitere, vielversprechende Zusammenarbeit entwickeln: Zumindest hat Thomas Zurbuchen bei seinem Besuch sämtliche Türen dafür weit aufgestossen. Er schlägt zudem verschiedene Ansätze vor, wie sich das junge Projekt der UZH weiter etablieren kann. Insbesondere betont er die Notwendigkeit, brillante junge Studierende und Graduates für den UZH Space Hub zu begeistern und an diesen zu binden. Nicht zuletzt sei es wichtig, den schnellen Zugang zur Forschung im Weltraum durch den UZH Space Hub weiter auszubauen.

Quelle: UZH News

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